Projekt 3: Transformation

Die Digitalisierung der Schweizer Justiz ist mit Veränderungen und Herausforderungen für die betroffenen Personen verbunden. Um die professionelle Begleitung aller Betroffenen im Umgang mit diesen Veränderungen zu gewährleisten, erarbeitete die Fachgruppe «Transformation» in Zusammenarbeit mit einem externen Beratungsbüro ein umfassendes Transformationskonzept. Mitte Dezember 2020 wurde es vom Projektausschuss und im Februar 2021 vom Steuerungsausschuss genehmigt. Anschliessend startete das Team Transformation mit der konkreten Erarbeitung und Umsetzung der einzelnen Massnahmen. In einem ersten Schritt ging es insbesondere darum, das Verständnis des Transformationsbegriffs zu schärfen, teamintern, aber insbesondere bei den Leitungspersonen der Justizbehörden. Denn um den digitalen Wandel, welcher durch das Projekt Justitia 4.0 vorangetrieben wird, erfolgreich zu meistern, braucht es einen Mindset-Change sowie einen Kulturwandel bei den betroffenen Leitungspersonen und Mitarbeitenden. Diese Thematik bildete auch einen Schwerpunkt am 2. Nationalen Justitia 4.0 Tag. Zudem wurde dazu ein Newsletter mit einem Video-Beitrag für die Leitungspersonen erstellt.

Zur externen Verstärkung des Teilprojektes «Transformation» wurde im Rahmen einer offenen Ausschreibung eine spezialisierte Firma gesucht, der Zuschlag erfolgt gemäss Planung im Januar 2022. Damit wird das Projekt Justitia 4.0 zukünftig in der Lage sein, die Themen der Transformation und die zugehörigen Unterstützungen den Justizbehörden in der ganzen Schweiz anbieten zu können. Die Entwicklung dieser Dienstleistungen erfolgt in enger Abstimmung mit den anderen Projekten von Justitia 4.0 und der Fachgruppe «Transformation».

Erster Change-Barometer

Um den gesamten Veränderungsprozess und dessen Fortschritt messbar zu machen, wird zwei Mal jährlich eine Online-Umfrage (Change-Barometer) durchgeführt. Diese richtet sich in der ersten Phase nur an die Leitungspersonen der Stammorganisationen.

Die erste Umfrage wurde mit der Fachgruppe «Transformation» pilotiert und Anfang September 2021 durchgeführt. Insgesamt haben rund 150 Leitungspersonen aus Gerichten, Staatsanwaltschaften, Vollzug und Justizdirektionen teilgenommen. Die gewonnenen Ergebnisse werden im ersten Quartal 2022 final ausgewertet und allfällige weitere Massnahmen definiert. Die zweite Umfragerunde erfolgt nach den Sommerferien 2022.

FAQ

Ein Projekt von der Grössenordnung und Komplexität wie Justitia 4.0 wirft viele Fragen auf. In einem auf der Website publizierten FAQ (Frequently asked questions) werden die wichtigsten Fragen und Antworten zum Projekt im Allgemeinen und zu den Teilprojekten aufgelistet und laufend erweitert. Das Konzept zur Erstellung und Publikation der FAQ über alle Fachbereiche hinweg wurde erstellt und befindet sich in der Umsetzung.

Nächste Schritte

Im 2022 werden weitere Grundlagendokumente zu den Themen Ambassadoren-Netzwerk, interaktive Kommunikation über Online-Medien, «Train-the-Trainer» und Erfahrungsaustausch im Netzwerk der Justizbehörden erarbeitet. Parallel dazu wird bei den Justizbehörden der Bedarf an Transformations-Unterstützung erhoben. Die Transformations-Leistungen werden in Zukunft als Services über die Website angeboten werden.

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